Mehr Ordnung zuhause durch diese 5 Dinge – meine täglichen Aufgaben

Du erfährst heute 5 Dinge für mehr Ordnung zuhause, die ich fast jeden Tag mache, damit es bei uns zuhause einigermaßen rund läuft. Dazu gehören meine Routinen & Gewohnheiten, das tägliche Entrümpeln gewisser Ecken und die ein oder andere Mindset-Arbeit.

Über die Zeit habe ich mir einige Basic-Sachen angeeignet, einige Kniffe im Haushalt. Denn es kommt immer mal etwas dazwischen – Kinder krank, wir Eltern krank, Corona, Jobveränderung etc. Deswegen ist mir immer ganz wichtig, nur eine Handvoll Dinge zuhause machen zu müssen, damit Grundordnung, Grundsauberkeit und eine positive Grundstimmung herrscht – und nicht direkt das ganze Zuhause zusammenbricht, wenn Mama mal einen Tag ausfällt.

Meine 5 täglichen To-Dos für mehr Ordnung zuhause

Seit letztem Jahr helfe ich Müttern dabei, wieder Ordnung in ihren Haushalt und mehr Leichtigkeit in ihren Alltag zu bringen. Und oft werde ich dann gefragt, wie ICH eigentlich meinen Haushalt mache. Welche Dinge ICH täglich mache.

Ich glaube, dass viele denken, dass bei Ordnungscoaches gar kein Chaos mehr herrscht. Gleich vorweg: Dem ist nicht so! Ich bin selbst Mama von 2 kleinen Kindern und habe die gleichen Herausforderungen zu meistern wie jede andere Mutter.

Was ich mir über die letzten Jahre an Wissen und Ideen angeeignet habe, teile ich heute so gern mit dir.

Disclaimer

Was ich heute erzähle, passt so in MEIN Familienleben. Das sind Dinge, die ich über die Zeit gelernt, ausprobiert und verändert habe.
Das, was ich hier also über meinen Haushalt berichte, mag vielleicht nicht 100% zu deinem Haushalt passen, weil du mehr oder weniger Kinder hast als ich. Eine größere oder kleinere Wohnung hast als ich. Vollzeit außerhalb arbeitest – ich arbeite derzeit von Zuhause. Vielleicht hast du Schulkinder, die einen ganz anderen Rhythmus haben und du ihnen bei den Hausaufgaben helfen oder Mama-Taxi spielen musst.
Ich hoffe dennoch, dass du dir aus meinem Ablauf ein paar Nuggets herausziehen kannst und sie dann an DEINEN Alltag anpassen kannst.
Wenn ich eine Mama coache, passen wir auch alles an IHR Leben an.

1. Mehr Ordnung zuhause: Meine Wäscheroutine

Ich „verarbeite“ jeden Tag eine Ladung Wäsche (mindestens). Jeden Morgen ist eine Ladung Wäsche geplant – bei unvorhergesehenen Zwischenfällen wird es auch mal mehr.
Und mit “Wäsche machen” meine ich die berüchtigten 3 Schritte: Waschen, trocknen, verräumen. Eine Wäscheroutine besteht nicht nur aus Waschen und Aufhängen.

Mittlerweile hat es sich für uns sehr praktikabel erwiesen, die Waschmaschine abends vorzuprogrammieren. Wenn du diese Möglichkeit hast, empfehle ich dir das auch unbedingt auszuprobieren.
Wir bereiten die Maschine abends vor und schmeißen die Schmutzwäsche in die Trommel und das Waschpulver ins Fach. Anschließend programmieren wir den Start der Maschine so vor, dass sie morgens um 6 Uhr fertig ist.

Dadurch kann ich morgens noch vor dem Frühstück die Wäsche aufhängen, trockene Wäsche abnehmen und – manchmal sogar – verräumen. Danach startet der Rest der Morgenroutine.

Früher habe ich einfach Wäsche gewaschen, wie sie anfiel – dadurch hatte ich viele Wäschekörbe zum Wegsortieren auf einmal und kam nicht hinterher oder es kam etwas dazwischen und die Wäsche blieb zu lange in der Maschine liegen. Durch die feste Routine klappt es viel besser. Ich weiß inzwischen wie viel Zeit ich für das Weglegen brauche und kann die anderen Aufgaben entsprechend danach ausrichten.

Wenn du deine Maschine nicht programmieren kannst oder die Wäsche zwischendurch anmachst, setze dir einen Timer oder eine Erinnerung ins Handy, damit es dir nicht passiert, dass die Wäsche über Nacht vergessen wird.

Was du noch machen kannst: Tracke mal deine Zeit! Tracke z.B. wie lange es wirklich dauert, eine Ladung Wäsche aufzuhängen, abzunehmen oder in die Schränke wegzusortieren. Du wirst überrascht sein, wie schnell das geht, wenn du nur eine Ladung hast anstelle der Wäsche einer ganzen Woche. Und wenn es schnell geht, meckerst du viel weniger darüber, dass du keinen Bock drauf hast, die Wäsche wegzusortieren und tust es einfach mal eben.

Wäsche war immer etwas, was ich gehasst habe. Es war mein “Frog” – die Aufgabe, die ich jedes Mal prokrastiniert habe, bis sich alles aufgetürmt hat.
Und wenn ich diesen Frosch bereits am Morgen erledigt habe („eat the frog“), fühlt sich das für den Rest des Tages sooo gut an! Ich fühle mich wie Super-Mom! Wenn ich die Wäsche schaffe, kann mich nichts mehr aufhalten.

2. Mehr Ordnung zuhause dank der Abendroutine

Ich habe die Abendroutine in der letzten Zeit immer mal wieder ein wenig angepasst – situationsbedingt – aber im Grunde ist sie immer gleich, so wie eine Routine eben sein soll.
Warum mir eine Abendroutine so wichtig ist, ist schnell erklärt: Der nächste Morgen ist dadurch so viel entspannter! Viele Dinge sind für den Start in den Tag bereits vorbereitet, sodass wir als Familie gar nicht in Stress und Zeitdruck geraten.

Früher war das anders! Ich war die meiste Zeit meines Lebens ein eher unpünktlicher Mensch. Nicht unbedingt, weil ich die Zeit vergessen habe. Aber weil ich total unvorbereitet war und mir immer 5 Minuten vor dem Losfahren noch einfiel, was ich vergessen habe, was noch gemacht werden muss, was ich mitnehmen will, welchen Bus oder Zug ich nehmen muss und so weiter.

Seit wir mit der Abendroutine die wesentlichen Dinge für den nächsten Tag vorbereiten – oder zumindest so weit im Kopf haben, dass wir wissen was wann wo mit wem ansteht, ist es DEUTLICH besser geworden.

Einen Punkt habe ich ja schon genannt: Die Wäsche ist bereits abends programmiert. Und ich weiß, dass mir 15 Minuten morgens reichen, um Wäsche abzunehmen und in den Schrank zu tun. (Kurzer Hinweis: Ich bügele nicht. Niemals!)
Ein weiterer Punkt der Routine ist z.B. die Küche aufzuräumen, die Spülmaschine laufen zu lassen, sodass ich morgens sauberes Geschirr habe und nicht erst noch meine Kaffeetasse spülen muss. Das Brot wird aus der Gefriertruhe geholt, um über Nacht aufzutauen. Generell wird eingefrorenes Essen abends herausgeholt, damit es z.B. im Kühlschrank auftauen kann.
Kleidung lege ich bereits abends bereit, sodass ich morgens mich nicht mehr entscheiden muss, was ich anziehen muss. Taschen werden bereits für den nächsten Tag gepackt.
Das Staubsaugen wird auch abends zum Abschluss erledigt, wenn alles aufgeräumt ist – das ist wirklich nicht mehr viel, da unser Staubsaugerroboter (sein Name ist Alfred) am Tag schon recht gute Arbeit leistet.

Unsere To-Dos gehen mein Mann und ich abends gemeinsam durch, so haben wir einen groben Zeitplan und wissen, was zu tun ist.
Morgens wird auch nicht viel geputzt.

3. Mehr Ordnung zuhause – Hotspots beseitigen

Was sind Hotspots? Hotspots sind Gerümpel-Bereiche, Orte in deinem Zuhause, die Krempel und Kram magisch anziehen. Oft ist es der Esstisch, weil dort “erstmal” alles abgelegt wird. Oder die Fensterbank. Vielleicht ist es der Schuhschrank, der im Flur steht und als erstes anvisiert wird mit Briefen, Schlüssel, Verpackungen etc. Jeder hat solche Bereiche. Auch ich.

Der Trick ist, sie gar nicht groß anwachsen zu lassen. Zum einen erledige ich das in meiner Abendroutine – ich dreh einfach eine Runde durch die Wohnung und schaue mir meine Bereiche an, die ich inzwischen kenne. Gleichzeitig arbeite ich aber hart an mir selbst, solche Dinge sofort wegzuschmeißen.

Vielleicht kennst du das auch: Du kommst rein und öffnest die Post – den aufgerissenen Briefumschlag legst du erstmal ab, um den Brief zu lesen. Und zack – die Hotspot-Basis ist da. Ich arbeite da aktuell stark gegen an: Der Umschlag landet sofort im Papiermüll. Der gelesene Brief wird entweder sofort entsorgt oder sofort abgeheftet. Da ich vor langer Zeit von Ordnern weggekommen bin und meinen Papierkram mit Hängeregistern organisiere, funktioniert das schon recht gut.

Ich beseitige solche Baustellen also sofort, sobald ich sie sehe. Gegenstände räume ich sofort an ihren Platz zurück – früher sagte ich mir “Brauche ich nachher noch!” – daraus wurde nie was. Wenn ich etwas nachher noch brauche, kann ich es wieder aus dem Schrank holen.
Alle Dinge, die ich sofort erledigen kann, erledige ich sofort. Ich verschiebe es nicht auf später, ich sage mir nicht, dass ich gerade keine Zeit dafür habe – wenn ich die Zeit habe, es mir anzugucken und zu überlegen, dass ich es später machen kann, dann habe ich auch die Zeit, es eben schnell zu machen.

Je schneller ich etwas wegräume, desto weniger Gerümpel bildet sich – und desto weniger Zeit brauche ich dafür.

4. Mehr Ordnung zuhause: Aufgaben in der Familie verteilen – Delegieren lernen

Der Haushalt ist nicht meine alleinige Aufgabe als Mutter – es geht die gesamte Familie etwas an. Haushalt ist keine Frauen- oder Mamasache.

Ich wurde auch gefragt, warum ich denn “nur” Müttern mit dem Haushalt helfen würde, wenn es doch alle Familienmitglieder etwas angeht.
Der simpelste Grund ist: Weil ich selbst eine Mutter bin und andere Mütter besser verstehen kann. Und: Der Alltag ist (leider) häufig so, dass Mütter die gesamten Aufgaben im Haushalt und mit Kindern übernehmen müssen – mein Ansatz ist daher, diesen Müttern in der aktuellen Situation zu helfen. Und gleichzeitig am Mindset zu arbeiten, dass sie NICHT alleine verantwortlich sind. Dass sie delegieren dürfen und müssen, um ein gemeinsames Wohlfühlzuhause zu schaffen.

Haushalt – oder Home Management, wenn man es mal als Ganzes betrachtet – ist Familienarbeit.

Ich mache nicht alles alleine. Ich will auch nicht alles alleine machen. Das ist weder mein Lebensinhalt noch mein Anspruch an mich selbst.
Ich will auch nicht, dass meine Kinder lernen, dass eine Person im Haus alles alleine macht.

Meine Kinder sollen direkt lernen, dass wir als Team funktionieren.

Das ist einer der Werte, die ich für meine Familie als wichtig einstufe und vermitteln möchte. Jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass unser Alltag funktioniert und unser Zuhause schön ist.
Also ja, mein Mann hat Aufgaben, mein Sohn hilft mit und ist für sein Zimmer verantwortlich – mit Hilfe. Und ich habe meine Aufgaben. Das klappt natürlich, gerade beim Kind, nicht täglich und schon gar nicht perfekt. Davon muss man sich halt auch lösen können. Vom Perfektionismus. Aber wir sind uns alle bewusst, dass dieses Zuhause und diese Familie nur gemeinsam funktioniert. Und da gibt’s halt mal gute und mal nicht so ordentliche Tage.

5. Ich sage öfter Nein!

Es gibt einen Unterschied zwischen Dingen, die gemacht werden müssen und Dingen, die wir uns selbst auferlegen, um besser dazustehen. Um als besonders begabt oder beliebt oder gefragt zu gelten.

Typisches Beispiel: Du bekommst ein Kind und alle reden auf dich ein, was du UNBEDINGT machen musst, um es auch bloß vernünftig zu fördern. Pekip, Babyschwimmen, Babymassage, Krabbelgruppe, Stillgruppe, Kirchengruppe, Zwergengruppe im Sportverein. Außerdem bist du doch eh in Elternzeit und kannst den Kuchenverkauf mit organisieren. Und so weiter.

Wir bekommen so oft vermittelt, je beschäftigter du bist, desto besser ist es. Je voller dein Terminkalender ist, desto erfolgreicher bist du im Leben, im Job, überall. Und die Freundin der Bekannten eines Cousins hat schließlich noch mehr Kinder als du, arbeitet viel mehr als du und trotzdem schafft sie viel mehr als du… Bla bla bla.

Die Wahrheit aber ist: Wir laden uns meistens viel zu viel auf! Wir schieben unsere Termine hin und her, versuchen ständig alles unter einen Hut zu bekommen und der mental load schlägt zu. Und wofür das ganze? Um erfolgreich zu wirken? Denn mehr ist es nicht: Wirklich erfolgreich bist du nicht, wenn du nur damit beschäftigt bist, beschäftigt zu sein.

Also sage ich Nein. Ich mache nicht 5 verschiedene Babykurse gleichzeitig. Mein Sohn ist auch nicht in verschiedenen Sportvereinen angemeldet.

Ja, es gibt gewisse Aufgaben, die man z.B. in der KITA als Elternteil übernehmen muss. Und das plane ich ein. Zu solchen Dingen sage ich dann Ja. Und dann sind das auch Dinge, auf die ich mich voll konzentrieren kann und will. Dinge, die ich ernst nehme und hinter denen ich voll und ganz stehe.

Bonus-Tipp für mehr Ordnung zuhause: Am Mindset arbeiten!

Zum Abschluss habe ich noch einen Bonus-Tipp, der in unserem Haushalt eine enorme Rolle spielt und alles so viel schöner und vor allen Dingen leichter macht: Mindset!

Ich arbeite täglich an mir, an meinem Mindset – und ich werde tatsächlich auch nicht müde, ständig mit meinem Mann darüber zu reden. Manchmal denke ich, dass ihn das Thema schon nervt – aber dann sehe ich in kleinen Dingen, dass er sich das schon zu Herzen nimmt, was ich den lieben langen Tag erzähle. Und das macht unser Zusammenleben einfach so viel schöner!

Der wichtigste Aspekt für mich ist: Dankbarkeit

Und Achtsamkeit. Was haben diese Dinge mit deiner Ordnung zuhause zu tun?

Für mich ist es inzwischen zu einer wunderschönen Routine geworden, täglich Dankbarkeit zu praktizieren. Ja, genau, praktizieren. Dankbarkeit ist zwar ein Gefühl – man kann es aber bewusst trainieren. Indem du in den Tag startest und dir ganz bewusst Dinge überlegst, für die du dankbar bist.

Für einen eher sachlichen Menschen wie mich war es am Anfang schwer. Es fühlte sich wie eine Überwindung an, wie Hokus Pokus. Wie Quatsch. Ich war jemand, der lieber an Strategien festhielt, an konkreten Tipps, an Anleitungen, wie man X Schritte machen muss, um von A nach B zu kommen. Dass Dankbarkeit aber – für mich und für uns als Familie – ein Schlüssel zu einem Alltag (und Haushalt!) mit Leichtigkeit sein würde – das war wie eine Offenbarung.

Ich entschied, dem ganzen einfach mal eine Chance zu geben. Kann ja nichts bei kaputt gehen. Und tatsächlich: Anstatt den Tag zu beginnen mit

Oh Mann! Wie sch* die Nacht wieder war! Und ich hab keinen Plan, was ich heute mit den Kindern machen soll! Und das Wetter sieht schon wieder so mies aus!

Rufe ich 3 Dinge ab, für die ich dankbar bin. Wie ein Mantra. Und dann fallen mir noch mehr Dinge ein. Dadurch drehe ich meine Perspektive. Und was soll ich sagen? Sogar für einen extrem skeptischen Menschen wie mich funktioniert es!

Zusätzlich war ich immer ein fürchterlich schlecht gelaunter Mensch. Der Tag fing schon blöd an („mit dem falschen Fuß aufgestanden…“) und zog sich komplett durch. Ich betrachtete alles vom negativen Standpunkt aus. Inzwischen klappt es aber immer besser, positiver zu denken. Statt nur Probleme und den Mangel zu sehen, fokussiere ich mich auf Lösungen und die Fülle im Leben. Du siehst, was du sehen willst. Meistens jedenfalls.

Zum Beispiel fluche ich nicht mehr beim Putzen wie früher – ich verkneife es mir und betrachte stattdessen die Dinge, die ich putze. Wie wertvoll sie für uns sind. Wie toll, dass wir sie haben.

Der Haushalt ist keine Last mehr, sondern geht mit viel Leichtigkeit und Freude voran!

Wie sieht es bei dir aus?
Welche Dinge erledigst du jeden Tag für mehr Ordnung zuhause?

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