Klebezettel für die Blogorganisation (Gastbeitrag)

Es folgt ein Gastartikel von Christiane. Mehr über sie und ihren Blog erfährst du am Ende in der gelben Autoren-Box.:)

Als Leserin von Blogs, die immer auf der Suche nach neuen Perlen ist, mag ich es nicht, wenn ich einen neuen Blog öffne und der neuste Post beginnt mit der Aussage:

„Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe!“

Die meisten dieser Beiträge enden dann damit, dass der Blogger Besserung verspricht und ab nun wieder regelmäßiger bloggen wird. Die Glaubwürdigkeit dieser Aussage darf man in den meisten Fällen getrost ausschlagen.

Aber ich bin nicht nur Leser, sondern auch selbst Bloggerin. Für mich ist das alles eine Frage der Organisation!

Feste Termine

Vorweg habe ich auf meinem Blog zwei feste Termine, an denen ein Beitrag erscheint:
Das sind der 15te und der letzte Tag des Monats.

Aber meine Frage der Organisation dreht sich nicht um die Veröffentlichungstermine, sondern eher um die Inhalte der Postings. Das ist wohl die häufigste Ursache für das oben beschriebene Dilemma: Es fehlen die Ideen beziehungsweise die Inhalte für Beiträge.

…und manchmal auch die Motivation fürs Tippen.

Meine Ideen gebannt auf Papier

Oftmals denke ich mir so beiläufig beim Lesen im Internet oder wenn ich unterwegs bin: Darüber könnte ich bloggen! Vor allem bei Letzterem ist die Idee meist genauso schnell verflogen wie sie gekommen ist – deswegen notiere ich sie mir! Auf kleine, klebende Notizzettel!

Ich gebe aber ehrlich zu: Unterwegs krame ich meine Haftzettel selten hervor und beschreibe sie. Meistens stehe ich dann irgendwann daheim herum und denke mir: „Heute hattest du doch so eine geniale Idee für einen Beitrag!“ Falls es mir dann wieder einfällt, wird es umgehend notiert.

Klebezettel sind für mich ideal als Ideenbrett. Manchmal sprudele ich nur so wie eine Quelle voller Blogideen, habe aber nicht die Zeit, alle nach und nach runter zu tippen. So werden die Ideen erst mal aufgeschrieben, weil…

„… aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“

Hinzu kommt, dass man mit Klebezetteln auch sehr individuell „gestalterisch“ planen kann. Dazu ein paar Beispiele und Ideen:

Blog-Organisation mit Klebezetteln: Die erste Version

Klebezettel-Blog
Bis Neujahr 2015 hatte ich ein großes Ideenbrett – dafür diente einfach ein Stückchen freie Wand neben meinem Schreibtisch. Dort waren meine Klebenotizen nach Themengebiet sortiert.

Grün waren die Themengebiete und orange die Beitragsideen. Die Notizzettel, die untereinander hingen, waren sie „thematisch“ gleich einzuordnen. Oben stand die Hauptfrage/-aussage und drunter dann Quellennachweise, Informationen und Co. oder weiterführende Fragen.

Ich kam dann aber irgendwann – gerade beim unterem Thema – nicht mehr weiter und verwarf zunächst dieses große Ideenbrett. Einige Notizen habe ich behalten, aber die meisten gingen erst mal in den Mülleimer.

Kleinvieh macht aus Mist!

Ideenbrett-Klebezettel
Ich wechselte daraufhin auf ein kleineres mobiles Ideenbrett, da mein Schreibtisch auch von einem 100x70cm großen Puzzle belagert wurde und somit mein Couchtisch als Ersatz herhalten musste.

Diese Vorderseite eines Ordners (in dem übrigens meine alten Bücher- und Filmrezensionen abgeheftet sind) dient seitdem als Ideenbrett. Aufgeteilt ist es dieses Mal nicht nach Themengebieten, sondern nach „Fortschrittszustand“ beziehungsweise „Was solltest du als nächstes vielleicht in Angriff nehmen“.

Die erste imaginäre Spalte steht für „Solltest du als Erstes machen“ oder “Da hast du schon einen Entwurf“.
In der zweiten Spalte sind meine Beitragsideen.
Zu guter letzte kommen die Beitragswünsche. Aber auch allgemeine Bloggerfragen „hefte“ ich dort ab.

Klebezettel-Planung mit Veröffentlichungstermin

Ich kenne von Bloggerkollegen die Aussage, dass sie ihren Blog eintönig finden, da sie oft hintereinander Beiträge veröffentlichen, die dem gleichen Thema zugehören.
Abhilfe kann man schaffen, indem man für seine Themengebiete jeweils einen farblichen Klebezettel wählt. Danach besorgt man sich noch einen Kalender, der für die Zettel nicht zu klein ist, und koordiniert damit die Veröffentlichungen.

So kann man schneller sehen, ob im Februar zum Beispiel zu viele rote Notizzettel kleben und im April dafür überhaupt keiner.

Schlusswort

Für mich bietet diese Art der Ideensammlung alles was ich brauche. Es ist flexibel, aber trotzdem nicht zu kompliziert – wie es sich manch ein anderer gerne macht. Jedoch ist es immer eine Frage des eigenen Gefallens, mit welcher Organisationsidee man zurecht kommt.

Im Allgemeinen kann ich es aber nur empfehlen, Ideen für Blogeinträge aufzuschreiben, und in Zeiten der Kreativität und Muse Beiträge vorzuproduzieren und zu planen.

[yellow_box]128-01d2fdd8962eb387b89e4caf24c8870efaa921bbÜber die Autorin:
Hi, mein Name ist Christiane (26). Seit 10 Jahren treibe ich nun schon mein Unwesen in der Bloggerszene – derzeit bin ich auf helmut.li selbst aktiv am Bloggen.
Ansonsten habe ich auch twitter und Instagram.[/yellow_box]

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14 Gedanken zu „Klebezettel für die Blogorganisation (Gastbeitrag)“

  1. Super Idee mit den Klebezetteln! :-)
    Hatte ich während meiner Thesis auch gemacht – schön am Kleiderschrank festgepinnt – um meine ganzen Ideen festzuhalten und die Übersicht zu behalten, was noch erledigt werden muss.

    Jetzt durchs ganze Reisen (Reisebloggeer) führe ich das ganze analog im Notizheft, bin aber auch überlegen wieder auf diese Art Tabellenform zu wechseln. Hach, eine Post-it Seite im Internet oder App wäre toll – gibt es sowas? gleich mal googeln – oder ich hatte auch mal eine Freundin die hatte digitale Postits auf ihrem Laptop-Destop – ich habe immer Angst meine ganzen Ideen zu vergessen , weil es so viele sind . :-)

    Antworten
    • Freut mich zu hören :)

      Also Ideensammeln via digital geht bei mir irgendwie gar nicht :D Selbst mein Pocket für Quellen sieht immer aus wie sonst was…

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    • Das kenne ich. :D In meinen Klausurenphasen habe ich meine Karteikarten überall verteilt und verklebt gehabt. :D

      Anne von neontrauma.de hat gerade einen Artikel zu einer To-Do-App gebloggt. Ist jetzt nicht unbedingt eine Post-it-App, aber vielleicht interessant für dich. :)

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  2. Servus, jo wirklich ein guter Tipp. Zeigt er uns doch, dass auch und gerade im Zeitalter von tools und Apps die guten alten Offline-Methoden mitunter die besseren sind. Ich habe postits auf dem smartie, auf dem Tablet und auf dem Desktop. Am besten funktionieren die handschriftlichen Notizen. Ich muss mir noch wieder etwas an die Wand neben dem Schreibtisch machen, wo ich die Klebezettelchen dran bappen kann. Und ein weiterer Vorteil der Post its. Man muss sie nicht alle 3 Wochen updaten, und bestätigen, dass sie alles über mich wissen dürfen ;-)
    HG Hans

    Antworten
    • Das mit dem Updaten stimmt!

      Hab mich heute gewundert, dass Runkeeper nicht ein Update wollte, nachdem ich es mal nach monaten wieder startete :D

      Bei mir halten die auch gut so an der Wand. Am Pinken Ordner hingegen viel schlechter -.-

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  3. Eine tolle Idee :) ich habe was ähnliches im Kleinformat, was ich Redaktionsplan nenne. Hier gibts pro Monat eine Doppelseite mit fixen Beiträgen (z.B. aufgebraucht am Monatsanfang) und dann die leeren Slots für weitere Beiträge.
    Unterhalb befinden sich dann weitere Klebezettel mit meinem Ideenspeicher. Aus diesem füllen sich die leeren Slots nach und nach. Am Ende des Monats werden die übriggebliebenen Ideen auf den neuen Monat geklebt oder auch mal verworfen.
    Was mir jedoch fehlt, ist eine Notizmöglichkeit für unterwegs, da sollte ich mich mal nach einem kleinen aber feinen Notizbüchlein umsehen. Es muss ja nicht riesig sein :)
    Danke für Deinen Input!

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  4. Liebe Christiane,
    ich plane zwar nicht mit Klebezetteln, aber auch mit Farben zu meinen unterschiedlichen Blogkategorien und einer Exceltabelle, in der ich mir einen Kalender angelegt habe. Für mich visuellen Typen ist es so total praktisch und übersichtlich, die Abwechslung im Auge zu behalten. Und will ich doch mal was verschieben – geht das in Excel ja auch ganz einfach :) Auf einem weiteren Tabellenblatt sammele ich meine Ideen. Wenn ich unterwegs bin, kritzel ich sie einfach in mein Notizheft oder auf das, was grade so da ist.
    Danke für deinen Beitrag, er bringt noch mal alles Wichtige zusammen!
    Liebe Grüße, Sunray

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    • Eine Exceltabelle habe ich mir vorgestern oder so auch mal erstellt… aber nur so „Just for Fun“… würde das so wohl eher nur nutzen, wenn ich einen zweiten Monitor hätte, bei dem ständig die Tabelle angezeigt wird :D

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  5. Pingback: Fremdgebloggt: Klebezettel für die Blogorganisation - Das Helmut Webdings

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